Die Welt erkunden oder doch nicht?

Die Welt erkunden oder doch nicht?

Raus aus der Schule – aber „maßvoll“. Das scheint die Devise der SVV (Schulveranstaltungenverordnung) bezüglich Lehrausgängen, Exkursionen, Projekttagen zu sein. Aktuell gültige Fassung aus dem Jahr 1995. Oder geht es ganz banal um Kostenminimierung? Doch wie passt das mit den Empfehlungen des BMB etwa für ganztägige Schulen zusammen? Und was sagt unser Schulautonomie-Check dazu?

„Ein weiterer wichtiger Aspekt sind Aktivitäten im Freien …, die zu mehr Bewegung motivieren. Ausflüge und Exkursionen (z.B. Besuche von Museen, Bauernhöfen, Tierparks, Wanderungen etc.) erweitern zudem den Horizont der Kinder.“ (BMB-Leitfaden für ganztägige Schulformen, Oktober 2016)

Die Unterscheidung zwischen Lehrausgängen und Exkursionen (weniger bzw. mehr als 5 Stunden) geht offensichtlich auf das in Österreich jahrzehntelang vorherrschende Modell der Halbtagsschule zurück. But the times they’re changing …

Mehrstufige Lerngruppen – wie etwa die in Wien seit 20 Jahren erprobten Mehrstufenklassen mit reformpädagogischem Schwerpunkt – die künftig österreichweit schulautonom eingerichtet werden können, sprengen die Vorgaben der Schulveransstaltungenverordnung.

Ganztagsschulen, die auch seitens der Bundesregierung forciert werden, können (DÜRFEN) bei den vorgegebenen 13 Lehrausgängen pro Schuljahr im Schnitt alle 3 Wochen einen solchen veranstalten. Da passen die ministeriellen Vorgaben mit der sich wandelnden Realität und den Anforderungen an die Schulen nicht mehr ganz zusammen.

SCHULAUTONOMIE-CHECK: Dringend aktualisierungs- und deregulierungsbedürftig!

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